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Freitag, 28. April 2017

Ich bin nicht seine Mutter.

Ich bin nicht seine Mutter.
Ich bin nicht seine Mutter.
Ich bin nicht seine Mutter.

Diesmal also keine Affäre mit einem Politiker.

Ich bin nicht seine Mutter.
...

Dienstag, 25. April 2017

We Chat

Julia: Ich bin fast versucht es darauf ankommen zu lassen.
Ich: -
Julia: Wenn ich schon lese, dass bei der Dokumenta dieses Jahr "das Performative zentral" ist, kriege ich Ausschlag.
Ich: Wie ich dich vermisse!
Julia: Mir gehts prima. Ich hab mir ein Fahrrad gekauft und fahre damit durch Shanghai.
Ich: Ja, mach mal. Biennale ist übrigens auch. Von Kassel nach Venedig?
Julia: Why not.

Montag, 24. April 2017

Dr. P ist

auf dieselbe Party eingeladen wie M. und ich. Er will nicht gern hingehen, weil er befürchtet zu viele Patienten zu treffen. Insgeheim male ich mir aus, ihn endlich nur privat zu sprechen und seine Frau kennenzulernen und ... Tja, was eigentlich?

Sonntag, 23. April 2017

We Chat

Ich: Du weißt, dass ich deine Mutter anrufe, wenn du dich nicht meldest.
Julia: -
Ich: Das weißt du doch, oder?!

Samstag, 22. April 2017

Autofahren mit M

Ich: Oh, 'Mr. Erbil' hat ein neues Bild gepostet.
M: –
Ich: Das sind so Leute aus Erbil, die einen Gentlemen Club gegründet haben.
M: –
Ich: Die ziehen sich so an, so hier, kuck, also mit Bärten und Krawatten und dann posten sie es auf Instagram. Hab ich abonniert.
M: –
Ich: Wir müssen uns mehr mit der Welt beschäftigen. Was wissen wir schon von Dingen außerhalb Europas und Amerikas.
M: Ich weiß nicht mal, wo Erbil liegt.
Ich: Ja siehst du, genau das ist der Punkt.
M: –
Ich: Irak.
M: –
Ich: Da, wo man denkt, dass der IS die ganze Zeit durch die Gegend läuft und Leute erschießt.
M: –
Ich: Schau mal wie cool die aussehen. Und das sind Kurden.
M: –
Ich: Die stellen einmal wöchentlich sogar Frauen vor.
M: –
Ich: Ist doch seltsam, dass die für sowas Zeit haben. Für so normales Leben. Denkst du nicht auch immer, dass die den ganzen Tag mit ihrer Existenzsicherung und dem Krieg beschäftigt sind?
M: Jule...
Ich: Das ist wie damals, als ich mitbekam, dass die Eis am Stiel-Filme in Israel gedreht wurden. Ich meine, da denkt man doch, die haben den ganzen Tag mit Palästina zu tun und damit sich immerzu was über den Zaun hin- und herzuschießen.
M: –
Ich: Und dann tauchen da plötzlich irgendwelche Pornotanten auf. Das passt doch nicht. Also jedenfalls nicht zum Bild, oder???
M: Man Jule, ich hab keine Ahnung, was du redest. Ich muss seit 45 Minuten kacken und versuche meinen Schließmuskel kontrollieren.
Ich: –
M: –
Ich: Wusstest du, dass Israel zu gar keinem Kontinent gehört? Also ich meine so politisch betrachtet.
M: –
Ich: Whiskey-Cola?
M: Unbedingt. Wo ist die Dose überhaupt?
Ich: Mist, im Kofferraum. Halt an!

Freitag, 21. April 2017

Mail an Julia

Betreff: Dokumenta-Date?

Bist du  auf Weltreise oder bei IKEA? Geht's dir gut? Wann bist du wieder da? Gehen wir zur Dokumenta? 
Man man, man - Kunst ist doch heute ein Witz. Der Kaiser braucht dringend neue Kleider oder uns, damit wir mit dem Finger auf ihn zeigen.

Melde dich!

PS: Vielleicht ist Kunst wie Religion: eine sehr private Angelegenheit. Mit dieser Haltung wäre es mir möglich, mehr Toleranz aufzubringen.   

Dienstag, 18. April 2017

Jobangebot

Das Vorhaben, die Geliebte eines Politikers oder Gangsters zu werden, könnte demnächst wahr werden...
Obwohl, nein, er hat einen Pony.

Entwurf für einen effizienten Gesprächseinstieg: "Ja, guten Tag, bevor wie uns setzen, sagen Sie mir bitte schnell, ob Sie bereit sind, auf der Stelle ihre Frisur zu verändern. Andernfalls können wir das hier nämlich gleich abbrechen. Mit diesen Haaren sind sie unwählbar. Ich kann damit nichts für Sie tun."?! *

*28.04.2017: Geht klar. 

Mittwoch, 5. April 2017

Mail an Julia

Betreff: Trost für alles und immer
Am Ende, wenn die Welt vergeht
Und kein Gedicht weiß, wer wir waren,
Wenn kein Atom mehr von uns steht
Seit zwölf Milliarden Jahren,
Wenn schweigend still das All zerstiebt
Und mit ihm auch die letzten Fragen,
Wird es die Welt, die’s nicht mehr gibt,
Niemals gegeben haben.
(W. Herrndorf)
Findest du nicht, dass es ein Trost ist, dass für niemanden was bleibt? Einmal Nichts für Alle!

Egal wie Leute rackern und einen vermeintlichen Vorsprung haben - das Ende relativiert alles und es gibt kein Ergebnis, keinen Preis, kleine Trophäe, keinen Nachruhm, kein Vermächtnis. Niemand hat überhaupt irgend etwas, wenn er in den Augenblick nicht hat. 

Mit diesem Gedanken kann man sich mit einem Kaffee zurücklehnen und sagen: Ihr habt den Job, das Auto, das schreiende Kind. Ich hab diesen geilen Moment. Ich hab das Jetzt

Montag, 3. April 2017

Autofahren mit M

Ich: Du musst kurz vorsichtig fahren, ich zieh mir einen Lidstrich.
M: 
Ich: Orrghhhh.
M: Hast du jetzt das Ding im Auge?
Ich: Wer hat Männer eigentlich davon befreit, sowas tun zu müssen?
M: Wir uns selber.
Ich: Tsss.
M: Wir haben uns vom Make-up befreit und von Cellulite. 
Ich: So ein Quatsch. Wir nehmen das auf uns und ertragen es für euch mit.
M: Pah!
Ich: So wie Jesus am Kreuz für uns alle gelitten hat, ertragen wir Cellulite.
M: 
Ich: Und Geburtsschmerzen!
M: Also komm, davon habe ich dich ja wohl befreit.
Ich: 
M: 
Ich: Das ist nicht lustig.
M: Doch ist es. 
Ich: 
M: Musst selber lachen.
Ich: 
M: 
Ich: Vielleicht ein bisschen.

Dr. P rät

Menschen nicht zu glauben. Insbesondere Lehrern und Therapeuten. "Wir bringen doch immer unsere eigene Geschichte mit ein. Manchmal ist das Methode. Ja, das gibt es. Aber auch sonst, sein sie vorsichtig."